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Shore Buchungskalender + Terminplaner, Erfahrung, Bewertung, Kritik

Shore Buchungskalender

Der Shore Buchungskalender und Terminplaner. Unsere Erfahrung, Bewertung und Kritik zum Online Buchungskalender sowie Terminplaner. Und ein Erfahrungsbericht zum schlechten Support von Shore.

Für einen Kunden haben wir uns auf die Suche nach einem guten Online-Buchungskalender mit integriertem Terminplaner begeben. Dabei sind wir auf den Anbieter SHORE.com gestoßen.

Warum wir aus eigener Erfahrung diesen Anbieter nicht empfehlen können, darüber stellen wir nachfolgend einen Erfahrungsbericht zu Shore vor. In den Erfahrungsbericht fließt auch unsere Bewertung sowie Kritik an Shore ein.

Shore Buchungstool – Was ist Shore?

Shore bietet ein – auf den ersten Blick – tolles Tool an. Optisch ansprechend stellt Shore den Leistungsumfang auf seiner Website vor. Es besteht die Möglichkeit, das Tool 15 Tage lang kostenlos zu testen.

Auf der eigenen oder der Kundenwebsite lässt sich über JavaScript-Codeintegration ein Button integrieren. Zum Beispiel JETZT BUCHEN oder TERMINBUCHUNG. Beim Anklicken des Buttons wird das Buchungstool ausgeklappt und der Besucher kann aus dem Leistungsangebot eine Auswahl treffen und direkt online buchen. Die einzelnen Leistungen legen Sie dazu vorab im Kundenaccount von Shore an und sie stehen dann automatisch im Buchungskalender zur Verfügung.

Im Kundenaccount können Sie Firmenmitarbeiter eintragen und ihnen alle oder ausgewählte Leistungen zuordnen. Es ist möglich manuell Termine einzutragen und sie in einem Kalender anzusehen und zu verwalten.

Bewertung von Shore

Wir haben einen Testaccount angelegt, konfiguriert und auf Herz und Nieren geprüft. Der erste Eindruck war vielversprechend. Der Kundenverwaltungsbereich präsentiert sich aufgeräumt und übersichtlich.

Allerdings haben sich im Zuge unserer Prüfung des Shore Buchungskalenders auch eine Reihe von Fragen ergeben. Daher haben wir eine E-Mail an den Shore-Kundensupport geschrieben und dazu direkt auf die (automatische) Begrüßungs-Mail von Sebastian M. geantwortet, der in der Begrüßungsmail zur Kontaktaufnahme aufgefordert hat.

Unsere Fragen lauteten:

  • Preisangaben
    Handelt es sich bei den Preisangaben (shore.com/de/preise/) zu den verschiedenen Paketen um Brutto- oder Nettopreise?
  • DSGVO > Serverstandort, AV-Vertrag
    Die privaten Daten des Benutzers werden auf Ihren Servern gespeichert. Wo befinden sich die Server? Ist sichergestellt, dass alle Server sich in Deutschland oder zumindest innerhalb der EU befinden? Da Sie Einblicke in die Benutzerdaten nehmen können, ist ein AV-Vertrag erforderlich. Wo wird dieser bereitgestellt?
  • Tracking-Cookies
    Ihr System setzt Tracking-Cookies ein: Polyfill und Google Tag Manager.
    Gemäß des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 01.10.2019 müssen Tracking-Cookies beim Betreten der Seite abgeschaltet sein und dürfen erst aktiviert werden, nachdem der Benutzer dafür sein explizites Einverständnis gegeben hat.
    Ein Hinweis, wie von Ihnen verwendet (siehe Anlage: shore.png) ist in Zukunft vor diesem Hintergrund nicht mehr ausreichend. 

    Tracking Cookies von Shore
    Wie lassen sich die Tracking-Cookies abschalten bzw. wann planen Sie, eine Lösung zu integrieren, welche den künftigen Rechtsanforderungen Rechnung trägt?

  • Technische Probleme
    Auf der Website des Kunden ist das weit verbreitete WordPress-Theme DIVI im Einsatz. Nach der Integration von SHORE lässt sich der DIVI-Builder nicht mehr aufrufen. Dazu ist dieser E-Mail ein Video angehängt. Ich vermute Konflikte zwischen unterschiedlichen jQuery-Versionen. Ist Ihnen das Problem bekannt und gibt es dafür eine Lösung?

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und

Mit freundlichen Grüßen

Erfahrungsbericht zu Shore – Support

Nach einer Woche hatten wir zwar mehrere (automatisch versendete) E-Mails, aber keine Antwort auf unsere vorstehenden Fragen erhalten. Der zwischenzeitlich getätigte Anruf hat ergeben, dass Shore unsere Anfrage erhalten habe und sie beantworten werde. Nach acht Tagen haben wir einen höflichen Reminder geschickt und nochmals um Beantwortung unserer Fragen gebeten.

Antwort nach 16 Tagen: keine.

Inzwischen sind uns allerdings weitere Mängel aufgefallen: Neben Polyfill und Google Tag Manager werden zusätzlich noch Tracking-Cookies für Google Analytics sowie DoubleClick gesetzt. Da aus Datenschutzgründen das im Buchungs-Widget eingesetzte Google Maps von uns im Kundenaccount abgeschaltet wurde, hätte zumindest das DoubleClick-Cookie nicht gesetzt werden müssen.

Warum sind diese Tracking-Cookies so „böse“?
Im Zuge des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 01.10.2019 sowie der anstehenden ePrivacy-Verordnung und nicht zuletzt im Zuge der Pressemitteilungen der Datenschutzbehörden deutscher Bundesländer hat sich herauskristallisiert, dass Tracking-Cookies nicht mehr zulässig sind.

So hat beispielsweise das BayLDA (eine der beiden Bayrischen Datenschutzbehörden: https://www.lda.bayern.de/de/index.html) schon vor einiger Zeit damit begonnen Webseitenbetreiber abzumahnen, die Google Analytics einsetzen. Und zwar unabhängig davon, ob sie die IP-Adresse des Besuchers anonymisiert und in der Datenschutzerklärung auf den Einsatz von Google Analytics hingewiesen haben.

Solche Tracking-Cookies müssen beim Betreten der Website durch den Besucher abgeschaltet sein und der Benutzer muss zunächst seine explizite Zustimmung geben, bevor sie aktiviert werden. Das lässt sich mit so genannten Consent-Cookie-Tools umsetzen. Beispielsweise von Borlabs oder UserCentrics. Nur nützt dies nichts, wenn Shore eigene Tracking-Cookies setzt, die von den Consent-Cookie-Tools – zumindest derzeit noch – nicht geblockt werden können. Die Verantwortung für die gesetzten Tracking-Cookies trägt der Webseitenbetreiber.

Wenn Shore sich mit seinem Tool weiterhin am Markt behaupten möchte, sollten die Betreiber entsprechende Hinweise ernst nehmen und Gegenmaßnahmen ergreifen. Es ist keine Lösung, die Kunden mit der Haftungsfrage im Regen stehen zu lassen.

Erfahrung mit Shore – Funktionalität

Die Funktionalität von Shore macht zunächst einen guten Eindruck. Es gibt aber auch eine Reihe von Dingen, die nicht gut gelöst sind. Dazu einige (nicht abschließende) Beispiele:

Shore Buchungs-Widget

Obere Leiste:
Selbst wenn im Account Google Maps deaktiviert wird, bleibt der Link zur Karte (oben links neben der Sprachauswahl) angezeigt. Die Sprachauswahl ist bei einer einsprachigen Website überflüssig, wir haben jedoch keine Möglichkeit gefunden, sie im Verwaltungsbereich abzuschalten.

Es ist zudem nicht möglich, auf eine Seite zu verlinken – also beispielsweise auf ein PDF mit einem Preisverzeichnis. Das <A HREF> Tag wird nicht interpretiert, sondern im Klartext ausgegeben. Auch im Kundenverwaltungsbereich sind uns einige Dinge aufgefallen, die sich besser lösen ließen. Das alles sind Aspekte, die wir gerne mit dem Shore-Support besprechen würden.

Shore Support

16 Tage nach unserer ersten Kontaktaufnahme haben wir einen weitere (und letzten!) Versuch gewagt und nochmals eine modifizierte E-Mail an die Macher des Terminplaners Shore gesendet. Hier sprechen wir teilweise nochmals die Aspekte aus unserer ersten E-Mail an und stellen teilweise neue Fragen. Diese E-Mail haben wir sicherheitshalber nicht nur an die E-Mail-Adresse von Sebastian M., sondern zusätzlich an inbound@… sowie support@… geschickt:

  • Preisangaben
    Handelt es sich bei den Preisangaben (shore.com/de/preise/) zu den verschiedenen Paketen um Brutto- oder Nettopreise?
    Der JETZT UPGRADEN-Button in my.shore.com funktioniert nicht. Weder im Firefox noch Internet Explorer oder Chrome:
     

    Shore JETZT UPGRADEN - Kaufbutton funktioniert nicht 

  • DSGVO
    Die privaten Daten des Benutzers werden auf Ihren Servern gespeichert. Wo befinden sich die Server? Falls es sich um einen Amazon-Server in Frankfurt handelt: ist sichergestellt, dass die Daten sich auch ausschließlich auf diesem Server befinden oder einem anderen Server innerhalb der EU (Stichwort: DSGVO)?
  • Tracking-Cookies
    Ihr System setzt 2 Tracking-Cookies: Polyfill und Google Tag Manager.
    Gemäß des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 01.10.2019 müssen Tracking-Cookies beim Betreten der Seite abgeschaltet sein und dürfen erst aktiviert werden, nachdem der Benutzer dafür sein explizites Einverständnis gegeben hat.
    Ein Hinweis, wie von Ihnen verwendet (siehe Anlage: shore.png) ist in Zukunft vor diesem Hintergrund nicht mehr ausreichend. 

    Tracking Cookies von Shore
    Wie lassen sich die Tracking-Cookies abschalten bzw. wann planen Sie, eine Lösung zu integrieren, welche den künftigen Rechtsanforderungen Rechnung trägt?

  • Verlinkungen
    Ist es möglich, in der Buchungsfunktion eine Verlinkung einzutragen?
    Zwar lässt sich unter EINSTELLUNGEN > BUCHUNGSFUNKTION > BUCHUNGSBUTTON > KUNDENHINWEIS
    ein zusätzlicher kurzer Text integrieren. Aber eine Verlinkung über <a href> ist nicht möglich. Der Code wird nicht interpretiert, sondern ausgegeben. Ziel ist: „Unser Preisverzeichnis finden Sie hier (LINK)“.

 

Antwort des Shore-Support bis heute: keine.

Hier würden wir annehmen, dass Shore zumindest ein lebhaftes Interesse an der Information haben sollte, dass der JETZT UPGRADEN-Button funktioniert. Denn darüber sollte sich die kostenlose 15-tägige Testversion in eine kostenpflichtige Basic-, Plus- oder Premium-Version umwandeln lassen. Und Shore generiert ja ab diesem Zeitpunkt über den Neukunden Einnahmen(!).

Shore Kosten

Der Shore Buchungskalender sowie der Shore Terminkalender sind nicht unbedingt ein Schnäppchen. Bei monatlicher Zahlweise kostet das günstigste Paket Basic 39,00 EUR/Monat, das teuerste Paket Premium stolze 99,00 EUR. Wählen Sie die jährliche Zahlweise, so lassen sich immerhin 10,00 EUR/Monat sparen. Ob es sich bei diesen Preisangaben um Brutto- oder Nettopreise handelt, geht aus den Angaben auf der Website derzeit nicht hervor. Diese Frage konnte uns – zusammen mit unseren übrigen Fragen – auch vom Shore-Support nicht beantwortet werden.

Alternativen zu Shore

Schade, dass die Erfahrung mit Shore so schlecht ausgefallen ist. Zunächst hatten wir einen guten Eindruck. Wir haben viel Zeit investiert, einen Account angelegt, das System getestet, Mitarbeiter und Leistungen eingepflegt und selbst eine Lösung entwickelt damit der Shore Buchungskalender konfliktfrei mit dem DIVI-Theme zusammenarbeitet. Wir haben gedacht, dass wir auf unsere Fragen Antworten erhalten und Shore für die bestehenden Tracking-Cookie-Probleme eine Lösung anbietet – beispielsweise ein Consent-Cookie oder die Möglichkeit, das Setzen der Tracking-Cookies im Kunden-Verwaltungsbereich abzuschalten.

Shore reagierte jedoch auf keine unserer Support-Anfragen. Besonders ärgerlich ist es, dann fortwährend launige (automatisiert versendete) E-Mails zu erhalten.
Der gesamte Vorgang war somit reine Zeitverschwendung.

Nun haben wir uns nach einem alternativen Anbieter umgesehen und einen gefunden, dessen Tool über einen – unserer Meinung nach – besseren Leistungsumfang verfügt als Shore. Eine Alternative zu Shore welche in der Grundversion sogar kostenlos ist und welche selbst in der teuersten Enterprise-Version mit maximalem Funktionsumfang bei einer monatlichen Zahlweise nur 48 EUR/Monat bzw. bei einer jährlichen Zahlweise nur 42,00 EUR kostet. Jeweils zuzüglich MwSt. – hier macht der Anbieter kein Geheimnis daraus und führt transparente Kostenstrukturen auf.

Kritik an Shore

Es reicht nicht, ein – mehr oder weniger – gutes Tool anzubieten. Der Anbieter muss auch einen guten Support bereitstellen. Ganz besonders, wenn ein solches Tool bei monatlicher Zahlweise stolze 39,00 EUR (Basic), 59,00 EUR (Plus) bzw. 99,00 EUR (Premium) kostet.

Das Argument, dass wir keinen Support bekommen haben, weil sich der Account noch in der kostenlosen Testphase befunden hat, erscheint möglich, aber sinnlos. Denn wer neue Kunden gewinnen möchte, sollte sich auch um diese Bemühen und sich nicht auf gut gelaunte, automatisch versendete, Mail-Erinnerungen beschränken.

Eine dieser Mails hatte den Betreff:
Wer oder was war Shore nochmal?

Das ist eine Frage, die sich sehr einfach beantworten lässt: Shore ist der Anbieter, der auf unsere Support-Anfragen nicht geantwortet und unsere datenschutzrechtlichen Bedenken nicht ernst genommen hat. Shore ist in unserem Fall ein Anbieter gewesen, der offenbar gar kein Interesse an Neukunden hat. Und Shore ist ein Anbieter, den wir in Zukunft nicht nutzen werden und über den wir außerdem in unserem Netzwerk informiert haben – allerdings handelte es sich dabei ausdrücklich nicht um eine Empfehlung.

Nachtrag: Unser Austausch mit dem Consent-Cookie-Anbieter UserCentrics war erfolgreich! UserCentrics hat SHORE in seine Konfiguration aufgenommen und bietet nun die Möglichkeit, die Tracking-Cookies von Shore zu blockieren. Im Gegensatz zum nicht existierenden Shore-Support war der Support von UserCentrics schnell, professionell und lösungsorientiert. Auch wenn wir Shore nun doch nicht verwenden: Danke, UserCentrics!

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Auch interessant: das Thema Datenschutzgrundverordnung.

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